CESARE Home


     

Mit CESARE soll eine einheitliche Nationale Schaden- und Ereignisdatenbank für Österreich geschaffen werden, die den Vorgaben der Vereinten Nationen und der Europäischen Union sowie den nationalen Anforderungen zur Bewältigung von Katastrophenauswirkungen genügt. Ziele von CESARE umfassen:

  • Aufbau einer standardisierten und harmonisierten Schaden- und Ereignisdatenbank für Österreich
  • Integration unterschiedlichster Naturgefahren
  • Integration verschiedenster Datenquellen
  • Schaffung einer einheitliche Basis für Berichtswesen, Risiko- und Nutzenanalysen

     

Die Österreichische Nationale Schaden- und Ereignisdatenbank

Viele Daten stehen an vielen Institutionen zur Verfügung

Schaden- und Ereignisdatenbanken sind wesentliche Instrumente im Katastrophenrisikomanagement und leisten einen Beitrag zur fundierten Entscheidungsfindung. In Österreich erfasst derzeit eine Vielzahl an Institutionen und Organisationen Daten über Katastrophen und Naturgefahren, sowie deren Auswirkungen - jeweils für unterschiedliche Zwecke und in verschiedensten Systemen. Eine konsistente und kuratierte Datenbank, welche verschiedenste Gefährdungen als ‘one-stop-shop’ bündelt, gibt es allerdings bislang noch nicht.

Schaffung einer standardisierten und harmonisierten Schaden- und Ereignisdatenbank für Österreich im Auftrag der ASDR

Die Österreichische Nationale Schaden- und Ereignisdatenbank hat sich im Auftrag der ASDR Plattform zum Ziel gesetzt, verschiedene Datenquellen zu integrieren, sowie Daten standardisiert und harmonisiert in einer zentralen Datenbank zu sammeln. Es werden monetäre und nicht-monetäre Schadendaten, sowie die verursachenden Ereignisse inkludiert. Die Datenerhebung erfolgt österreichweit und umfasst Ereignisse ab dem Jahr 2005. Bestehende Datenbanken bleiben dabei erhalten und werden unter dem gemeinsamen Dach der Österreichischen Nationalen Schaden- und Ereignisdatenbank zusammengeführt. Im Auftrag der ASDR wird die Datenbank von der GeoSphere Austria betrieben, dem nationalen Kompetenzzentrum für Klimaforschung und Daseinsvorsorge.

Gemeinsamer Aufbau mit den verschiedenen Akteuren

Die Erhebung und Integration der Daten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Partner:innen der nationalen Schaden- und Ereignisdatenbank. Die Informationen werden regelmäßig zentral an der GeoSphere Austria zusammengeführt, dort aufbereitet und harmonisiert. Anschließend fließen sie in die Österreichische Nationale Schaden- und Ereignisdatenbank ein, wodurch eine österreichweit konsistente und qualitätsgesicherte Multi-Hazard-Datenbank entsteht. Die Daten werden in eine Weboberfläche eingebunden und laufend mit Daten nationaler, föderaler und weiterer relevanter Akteure ergänzt.

Schaffung einer fundierten Entscheidungsgrundlage für das Monitoring von Schäden und Verlusten

Die aufbereiteten, visualisierten und harmonisierten Daten finden unter anderem Anwendung in der nationalen Risikoanalyse, im Sendai-Monitoring, sowie in Schadensanalysen. Damit bildet die einheitliche Datenbasis für Österreich eine zentrale Grundlage für das Monitoring, sowie die Bewertung von Schäden und Verlusten.

Die Plattform wird als Behördensystem geführt und steht derzeit nicht öffentlich zur Verfügung.

Vorhergehende Arbeiten

CESARE – CollEction Standardization and Attribution of Robust disaster Event information

In der ersten Phase des Projekts CESARE (gefördert durch KIRAS/FFG; Projektende 02/2022) wurde ein Demonstrator für eine konsistente nationale ereignisbasierte Schadensdatenbank konzipiert und aufgebaut.

Der Demonstrator konzentrierte sich auf zwei österreichische Bundesländer (Niederösterreich und Steiermark), drei Gefahrentypen - Hochwasser, Stürme und Massenbewegungen - und den Zeitraum zwischen 2005 und 2018. Es konnte gezeigt werden, dass - trotz einiger Einschränkungen bei der retrospektiven Datenharmonisierung - die Implementierung einer ereignisbasierten nationalen Schadensdatenbank machbar ist und einen erheblichen Mehrwert gegenüber der Verwendung von Einzeldatensätzen bietet.

Weiterführende Informationen: - Die Projektwebseite des beendeten Projektes ist unter www.project.cesare.at abrufbar.
- Projektergebnisse sind unter Publikationen zu finden. - CESARE in der FFG Projektdatenbank: https://projekte.ffg.at/projekt/3307382

CESARE+PLUS

CESARE+PLUS (gefördert durch KIRAS/FFG; Projektende 06/2025) zielte darauf ab, die bestehende Schaden- und Ereignisdatenbank CESARE und den zugehörigen Demonstrator durch die Erweiterung der Datenbasis, die Umwandlung in ein Produktivsystem, sowie die Verbesserung des Webinterfaces zu einem operationellen System weiterzuentwickeln.

Die CESARE Plattform wurde, basierend auf den Erkenntnissen und Ideen die anhand des ursprünglichen Demonstratorsystems (und in der Zeit seit Abschluss des FFG/KIRAS Projekts CESARE) gesammelt wurden, im Kontext von CESARE+PLUS entwickelt und umgesetzt. Der Datenbestand des ursprünglichen Demonstratorsystems wurde dabei sowohl räumlich als auch zeitlich aktualisiert.

Weiterführende Informationen: - CESARE+PLUS auf der KIRAS Webseite: https://www.kiras.at/gefoerderte-projekte/detail/cesare-plus/ - CESARE+PLUS in der FFG Projektdatenbank: https://projekte.ffg.at/projekt/5124360